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São Miguel do Fidalgo, der Ort in dem sich unser Partner „Fundação Asas“ befindet, liegt in Piaui, im Nord-Osten Brasiliens. Es ist eine typische ländliche Gemeinde Brasiliens; allerdings ist Piaui der heißeste, trockenste und auch ärmste Bundesstaat Brasiliens.

Das Einzugsgebiet von São Miguel umfasst 813 km² und ist damit fast doppelt so groß wie die Fläche der Stadt Wien. Ca. 1500 Menschen leben im Ortskern, weitere 1500 im Umkreis. Der Ort hat keine Anbindung an den öffentlichen Verkehr und um ihn zu verlassen, muss man fast zwei Stunden nach Oeiras, der nächsten Stadt, fahren. Erst dort gibt es einen Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz.

Das Gelände der Fundação Asas. Fahren Sie mit der Maus über die Gebäude, um ihre Funktion zu erfahren.

Seit 2013 gibt es eine Asphaltstraße, die São Miguel mit den umliegenden Gemeinden verbindet. An die Ortsgrenze schließt sich ein kleiner See an, in dem auch gefischt wird. Allerdings leben in dem See mehrere Krokodile, weshalb fast niemand schwimmen kann. Der See hat keinen Zu- und Abfluss und trocknet etwa alle 10 Jahre vollständig aus. Durch die verwesenden Fische ist der See in Trockenzeiten stark kontaminiert. Wenn es möglich ist, geht der typische „Schulausflug“ der Fundação an eine Stelle des Sees, an der die Kinder plantschen dürfen. Alleine dürfen sie aber nicht dorthin, es gilt als zu gefährlich.

Landwirtschaft in São Miguel

Beinahe die Hälfte der BewohnerInnen von São Miguel sind funktionelle Analphabeten.
In und um São Miguel gibt es keine Firmen oder Fabriken. Es gibt wenige reichere Familien, denen die Grundstücke um den Ortskern gehören. Der Ort selbst hat kleine Geschäfte, Bars und Restaurants, eine Tankstelle, eine kleine Post und einen kleinen Gesundheitsposten. Der Großteil der Bevölkerung lebt von Selbstversorgung. Um sich zu ernähren, bearbeiten die Einwohner ihre kleinen Felder, die zum Teil Kilometer weit entfernt sind. Die Erde ist humusarm und bringt wenig Ertrag. Die wenigen Kühe sind so lange es Gras gibt draußen, trotzdem kann man deren Rippen zählen und der durchschnittliche Melkertrag beträgt je nach Jahreszeit 2-5 Liter am Tag. Im Vergleich: eine österreichische Kuh gibt durchschnittlich etwas über 18 Liter am Tag.
Der Ortskern lässt sich zu Fuß in fünf Minuten durchqueren und die Fundação liegt am Ortsende, dem See zugewendet.Ihre Arbeit macht sich stark bemerkbar, denn die Menschen haben bereits gelernt, dass sie sich nicht schicksalhaft mit den Zuständen vor Ort abfinden müssen.